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Vom Schulbeginn, schwangeren Tanten und Drumsticks

Heute, an diesem herrlich nieselregnerischen, bewölkten Montag, hat die Schule wieder begonnen. Zumindest in unserem Bundesland. Anlässlich dieses erfreulichen Ereignisses - ich habe noch gefühlte drei Wochen Ferien, juche! - kämpfte ich mich bereits zu früher Stunde aus dem Bett, um zum Schulgottesdienst zu gehen und meiner kleinen Cousine zuzusehen, wie sie nebst allen anderen Erstklässlern ehrfürchtig in der Kirchenbank saß und dem Bevorstehenden entgegenblickte. Richtig süß, dieser Anblick. Ihre Ehrfurcht wandelte sich gegen Ende des Gottesdienstes allerdings schnell in Langeweile, weswegen sie und eine Freundin anfingen zu kichern und die Jungs neben sich zu necken und zu pieksen. Meine Tante, die samt Babybauch neben mir auf der Empore saß, war davon eher nicht begeistert. Aber so sind Kinder nun mal; unbeschwert und voll von Gedanken und Gefühlen, die uns Erwachsenen längst verwehrt sind.

Gestern fand übrigens das lang erwartete Familienfest zu Ehren von Opas achtzigstem Geburtstag statt. Das bedeutete, dass sich auch jene Teile der Familie, die sonst eher selten in unserer mitte weilen, zu uns stoßen würden, um mit uns zu feiern. Sogar die "Exoten" waren gekommen - als solche werden gerne die Kinder meiner Tante Gabi bezeichnet, die generell etwas ... anders sind als die anderen. Zwar sind sie schon erwachsen, aber das hält sie noch lange nicht davon ab, komische Spleens zu haben.
Weiters waren auch meine Cousinen Susi und Julia anwesend, letztere mit ihrem Langzeitfreund Jörg.
Zu Jörg sollte etwas dazugesagt werden - es scheint, als hätte sie mit diesem Kerl einen echten Glücksgriff getan. Er sieht nicht schlecht aus, hat einen supernetten Charakter und ist immer freundlich und guter Dinge. Außerdem hat er anscheinend das ständige Bedürfnis, Julia einen Arm um die Schulter/Taille zu legen und zu knuddeln. Niedlich. Er könnte Kurse für andere Männer geben und sie mal darauf aufmerksam machen, was sie alles nicht für ihre Freundin tun. Schwuppdiwupp und er wäre reich.

Eines der lustigsten Themen an diesem Abend war die Namensfrage für die beiden ungeborenen Kinder meiner zwei schwangeren Tanten. Während sich Bernadette verschwiegen gab und sich nicht wirklich auf unser Suchspiel einließ (es gibt bereits zwei Namen in der engeren Auswahl - Sebastian & Tobias), entwickelte sich das Spiel mit Lilli zu einer richtigen Gemeinschaftsaktivität. Obwohl Lilli bereits sehr dem Namen Felix zugetan ist, fanden wir immer wieder neue Vorschläge, die mit der Zeit immer abstrusere Formen annahmen (wie Berthold, etc.) Gut, dass es dann an der Zeit war, nach Hause zu gehen, sonst wäre Lilli wahrscheinlich wahnsinnig geworden.

Wahnsinnig werde ich auch gerade ... nun, vielleicht nicht wahnsinnig im herkömmlichen Sinn. Der Begriff "aufgeregt" würde viel eher auf meinen momentanen Gemütszustand passen. Der Grund ist meine erste Schlagzeugstunde, angesetzt für halb fünf. Ich und Schlagzeug - ich kann es noch immer nicht fassen.
Ich finde es toll, richtigen Schlagzeugern beim Spielen zuzusehen und ich habe ein ausgeprägtes Faible für Pauken. Daher die glorreiche Idee, mich selbst für Schlagzeugunterricht anzumelden. Mal sehen, wohin das führen wird. Bis zum Bronzenen JMLA wäre es schon nett. Mein Lehrer hat sich ja schon einmal sehr freundlich angehört und einer, der Landesjugendreferentenstellvertreter ist, muss doch gut mit Kindern/Schülern umgehen können ... oder nicht?
Auf alle Fälle bin ich zwar nicht mehr so nervös wie noch vor ein paar Tagen, aber doch noch nervös genug, mich die ganze Zeit zu fragen, wohin das nur führen wird. Schlussendlich wird es aber ohnehin nur dazu führen, dass mir das ganze dann mehr Spaß macht als gedacht und ich mich auf die nächste Stunde freue.

So, nun ist es 14:54 - Zeit, um ins Wohnzimmer überzusiedeln, den Fernseher anzumachen, '131' für TeleMadrid einzustellen und die Sportmeldungen zu kucken - die Aussichten auf einen neuerdings wieder (fast glatt) rasierten Iker stehen gut!

*Feuerwesen

14.9.09 14:56


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Von Drumsticks und nicht vorhandener Unterstützung.

Der heutige Eintrag wird nur sehr kurz ausfallen, und dies aus mehreren Gründen.
Erstens bin ich gerade in eine Unterhaltung mit Juli vertieft, in der es einerseits um das gestrige (äußerst erfolgsgekrönte) Real-Spiel und andererseits um Caminos und andere Albernheiten geht. Zweitens bedarf die Situation, aus der heraus ich diesen Eintrag verfasse, nicht allzu vieler Worte, zumindest meiner Ansicht nach.

Am Montag hatte ich meine erste Schlagzeugstunde, in meinem vorherigen Eintrag habe ich darüber berichtet, glaube ich. Mit genau dieser Stunde hat auch dieser Eintrag zu tun, wobei ich den Titel wieder mit "Drumsticks" gewählt habe, ich finde dieses Wort einfach toll.
Jedenfalls fand am Montag besagte Stunde statt, und ich war schlichtweg begeistert. Mein Lehrer, H., war nett und freundlich und vermittelte mir sofort das Gefühl, am richtigen Ort zu sein und das richtige zu tun. Als ich die Stunde verließ, tat ich das mit einem Lächeln im Gesicht - ich fühlte mich gut, weil ich eine neue Aufgabe hatte, der ich mich von jetzt an widmen konnte, und weil diese Aufgabe etwas völlig Konträres zu meinem Tun bis dato ist.

Dann kam ich allerdings nach Hause und sofort bekam ich wieder zu spüren, was meine Eltern davon denken. Gut, meine Mutter ist inzwischen besser drauf und versucht sogar, anregende Gespräche diesbezüglich zu führen, aber bei meinem Vater denke ich, dass er mich diesbezüglich musikalisch nur sehr wenig unterstützt. Ich verstehe das nicht - gut, er hätte es vielleicht lieber, ich hätte mit Querflöte weitergemacht, aber das spiele ich ja immer noch! Und eines Tages, so Gott will, werde ich auch wieder Unterricht nehmen und das Goldene Abzeichen bestehen. Nur jetzt kann ich das noch nicht. Dieser eine Tag im Winter damals hat irgendwas verändert, und ich weiß, dass ich noch nicht wieder bereit bin, um da anzuknüpfen, wo ich aufgehört habe. Dafür sitzt es noch zu tief und deutlich.
Deswegen die Sache mit dem Schlagzeug. Ich finde es toll, etwas neues zu lernen, etwas völlig anderes! Und ich will es auch durchziehen. Nur macht es mich fertig, wenn ich sehe, dass mein Vater nur den Kopf schüttelt, und das auch, wenn andere Leute mit mir darüber reden. Dass ich ihm etwas vorspiele und er nicht einmal "Toll gemacht" dazu zu sagen hat. Dass er es vielleicht gar nicht wirklich ernst nimmt.

Aber ich nehme es ernst, oh ja. Ich werde es ihm und allen anderen, die dumm lachen und reden schon zeigen. Er wird es schon sehen, wenn ich besser und besser werde und anfange, JMLA's auf dem Schlagzeug zu holen. Er wird es schon sehen, wenn ich es auch da zu etwas bringe. Und dann, hoffe ich, wird er endlich stolz sein und "Toll gemacht" sagen.
Dieses Szenario rede ich mir ab jetzt immer vor. Was schert es mich, was die anderen dazu sagen? Sie werden es schon sehen.

Und trotzdem ... bei meinem Vater ist das was anderes.
Aber ich muss nach vorne sehen und das einhalten, was ich oben geschrieben habe. Nur dann kommt es auch so, wie ich hoffe.

Okay, der Eintrag ist länger geworden als geplant.
Aber es tat gut, sich das von der Seele zu schreiben.

Übrigens hat Barca nichts gewonnen heute, außer einen mickrigen Remis-Punkt. Das hebt meine Laune erheblich.
16.9.09 23:12





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